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Dr. Eva Brinkmann to Broxten (66), Frankfurt am Main

Dr. Eva Brinkmann to Broxten erfüllt Frauen Job-Träume

Ein bisschen Wut war am Anfang auch dabei: "Ich war zornig, dass die Arbeit von Frauen in Deutschland immer noch nicht genug gewürdigt wird", sagt die Frankfurterin Dr. Eva Brinkmann to Broxten. Ende der 90er-Jahre kommt ihr die Idee, gezielt wissenschaftliche und künstlerische Projekte von Frauen zu unterstützen: "Ich habe damals Geld geerbt", sagt sie. "Ich habe zwar zwei Kinder, aber sie brauchen nicht so viel. Darum habe ich mir überlegt, eine Stiftung zu gründen." Andere sollen an ihrem Wohlstand teilhaben. "Ich wollte selbst etwas gestalten und unabhängig von öffentlichen Geldern sein." 2000 gründet sie die "Maecenia"-Stiftung mit einem Startkapital von 1,5 Millionen Mark. "Wir unterstützen jetzt seit sechs Jahren wissenschaftliche und künstlerische Vorhaben, die sich mit der gesellschaftlichen Situation von Frauen in Geschichte und Gegenwart auseinandersetzen. Ich will Frauen stärken", erklärt Dr. Eva Brinkmann to Broxten. Warum nur Frauen? "Weil ich überzeugt bin, dass Frauen mehr Einfluss auf unser Leben und unseren Alltag nehmen als Männer." Dr. Brinkmann to Broxten: "Ich will, dass mehr Menschen begreifen, wie großartig die Leistungen von Frauen sind." Besonders wichtig ist ihr der Austausch mit Jüngeren. "Jede Frau sollte ihr Thema finden und es zielstrebig verfolgen." Damit Frauen ihre Talente ausleben können, unterstützt ihre Stiftung mit etwa 30.000 Euro pro Förderjahr die verschiedensten Projekte: vom Völkerkundlerinnen-Handbuch bis hin zum Kunst-Wohn-Projekt in Frankfurt.

Stand 2006

"Frauen neigen dazu, sich zurückzunehmen, ihre Leistungen zu schmälern. Und das wird leider von der Gesellschaft auch noch unterstützt. Sogar in der Wissenschaft sind es vor allem Männer, die Stiftungsgelder bekommen. Dr. Eva Brinkmann to Broxten will das ändern. Sie unterstützt Forschungsprojekte von Frauen – in den Bereichen Wissenschaft, Kunst und Kultur. Sie will starke Frauen noch stärker machen. Hut ab für diese Frau, die ihren Teil dazu beiträgt, dass die Arbeit von Frauen endlich mehr gehört, gelesen und beachtet wird."

Politikerin Silvana Koch-Mehrin