Stella Deetjen (41), Friedrichsdorf

Stella Deetjen gibt Lepra-Waisen ein Zuhause

Manchmal verändert sich das ganze Leben von einer Sekunde zur nächsten... Stella Deetjen ist 24, als sie als Rucksack-Abenteurerin durch Indien reist und sich in Varanasi einen üblen Darmvirus einfängt. Am Ganges-Ufer krümmt sie sich vor Schmerzen – und ein Bettler eilt ihr zur Hilfe. Seine Hände und Füße sind verstümmelt: Lepra! "Er, der so litt, wollte mich retten. So fing alles an", erzählt die heute 41-Jährige. Stella Deetjen aus Friedrichsdorf bei Frankfurt sammelt nach ihrer Rückkehr Geld für ihr erstes Hilfsprojekt: eine rollende Krankenstation für die 150 Lepa-Kranken von Varanasi! Wieder vor Ort versorgt sie eiternde Wunden, verteilt Arznei, kauft Arm- und Beinprothesen, überredet Ärzte, die Kranken zu behandeln. Denn nach indischem Glauben haben sie in ihrem Vorleben Böses getan. Deshalb werden sie nicht berührt, kriegen keinen Job. Das macht auch ihre Kinder zu Ausgestoßenen: Sie müssen betteln, leben gedemütigt im Dreck. Stella sammelt weiter Geld, gründet ein Kinderheim. 50 Kinder finden im "One drop of hope"-Heim ("ein Tropfen Hoffnung") Schutz, sind zum ersten Mal in einem Haus mit Dach und fließend Wasser, schlafen in einem Bett! Stella schickt sie zur Schule. "Unser Ältester macht jetzt Abitur!" Stella Deetjen, Mutter eines Zwölfjährigen, kämpft unermüdlich weiter, bittet um Patenschaften (30 €/Monatl). Bald soll ein zweites Haus für Lepra-Kinder gebaut werden. "Es gibt noch Hunderte, die unsere Hilfe brauchen."

Stand 2007

"Lepra? Straßenkinder in Indien? Was wir hier in Deutschland damit zu tun haben? Die Armut in unserer Welt geht uns alle an! Wir müssen helfen, Leid zu mindern, wo wir können. Stella hat mit ihrem Kinderheim ein Wunder vollbracht: 50 Kinder können wieder lachen, haben eine Chance auf Zukunft."

Mariella Ahrens (42), Schauspielerin