Die Promi-Paten der Preisträgerinnen

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Die Promi-Paten der Preisträgerinnen

Wenn Kai Pflaume am 13. Oktober zum zehnten Mal durch die GOLDENE BILD der FRAU-Gala führt, werden wieder viele Prominente unter den über 500 Gästen sein. Fünf von ihnen hat das ehrenamtliche Engagement unserer Preisträgerinnen schon jetzt so beeindruckt, dass sie eine Patenschaft für „ihr“ Herzensprojekt übernommen haben.

Christine Neubauer

Christine Neubauer
© dpa

 

Christine Neubauer für Petra Jenal

„Was Petra Jenal tut, ist sensationell. Diese Art von Therapie – die Reittherapie für behinderte Kinder und Erwachsene – möchte ich unbedingt unterstützen. Was die Krankenkassen leider nicht tun. Hier hat eine Frau Eigeninitiative entwickelt, sie prangert nicht nur Missstände an, sie handelt. Und das ehrenamtlich, mit großer Hingabe jeden Tag. Ich weiß, wie heilsam der Umgang mit Pferden sein kann – weil ich selbst reite. Und weil ich vor meiner Ausbildung zur Schauspielerin als Psychologie- und Sozialpädagogik-Studentin auch mit geistig und körperlich behinderten Kindern gearbeitet habe. Mit diesen Kindern waren wir oft auf einem Bauernhof – es ist unglaublich, welche positiven Prozesse Tiere auslösen können. Petra Jenal kämpft dafür, dass mehr Kinder diese Erfahrung machen dürfen – und hat dafür die GOLDENE BILD der FRAU mehr als verdient.“

Hannes Jaenicke

Hannes Jaenicke
© BILD der FRAU

 

Hannes Jaenicke für Jennifer Timrott

„Ich bin überzeugter Pate für Jennifer Timrott, denn auch ich finde: Wir müssen dem Plastikwahn endlich ein Ende machen! Deutschland gehört zu den wenigen Industrieländern, in denen der Kunststoffkonsum weiter steigt. Es ist mir zum Beispiel unbegreiflich, dass wir statt Leitungswasser zu trinken, immer noch Mineralwasser in Plastikflaschen nach Hause schleppen. Und wir benutzen mit ungebremster Begeisterung Plastiktüten. Das alles wird für die Umwelt wirklich zur Pest: Jeder Meeresfisch, den wir essen – ob bio oder nicht – ist voller Mikroplastik. Hunderttausende Tiere ersticken an Plastikmüll, allen voran Schildkröten an den Tüten und Delfine, weil sie mit den Plastikringen spielen. Jennifer Timrott macht mit ihrem Verein „Küste gegen Plastik“ auf diese dramatische Situation aufmerksam. Das finde ich großartig. Und sehr wichtig.“

Janina Hartwig

Janina Hartwig
© dpa

 

Janina Hartwig für Gloria Boateng

Gloria Boatengs Geschichte beeindruckt mich sehr! Obwohl sie keine leichte Kindheit in Afrika hatte und ihr später hier in Deutschland immer wieder Fremdenhass begegnet ist, hat sie niemals aufgegeben. Im Gegenteil: Sie hat ihre Chancen genutzt und sagt heute, dass sie vom Glück gesegnet ist. Und das möchte sie teilen. Sie fühlt sich verantwortlich und kämpft selbstlos für das Recht auf Bildungschancen für alle Kinder.
Gerade die Kinder und Jugendliche in schwierigen Lagen und mit Migrationshintergrund liegen ihr am Herzen. Sie weiß, wie sich ein Flüchtling fühlt und ist überzeugt: Wir haben es heute zwar mit einer enormen Herausforderung zu tun, aber auch mit einer großen Chance, wenn wir die Menschen gut integrieren.
Menschen wie Gloria Boateng, die sich für unsere Gesellschaft engagieren, Kraft, Mut und Kreativität aufbringen, weil sie sich verantwortlich für uns alle fühlen, verdienen unsere ganze Unterstützung. Sie sind für mich Vorbild. Deshalb bin ich sehr gern Patin für Gloria Boateng!“

Bernhard Bettermann

Bernhard Bettermann
© dpa

 

Bernhard Bettermann für Katharina Zech

Katharina Zech ist eine außergewöhnliche junge Frau – und die Gründerin einer außergewöhnlichen Organisation: AIAS. Sie informiert über Stammzellenspenden, klärt über Leukämie auf, aktiviert ihre Altersgenossen und organisiert bundesweit Registrierungsaktionen. Einen Tag im Studentinnenleben von Katharina Zech stelle ich mir so vor: Statt mit Freunden im Café über die letzten Erlebnisse rund um Uni, Kinofilme, Netflix und/oder das andere Geschlecht zu plaudern, sitzen da ein paar erhitzte junge Köpfe, ihr Team, und planen die nächsten Aktionen. Und mit denen retten sie im wahrsten Sinne des Wortes Leben – 22 Menschenleben bisher! Das beeindruckt mich sehr. Als Vater von zwei gesunden Söhnen bin ich mir bewusst, wie wenig selbstverständlich es ist, dass sie von Krankheiten dieser Art verschont geblieben sind. Ich hoffe, dass Katharina Zech für viele Menschen ein Vorbild ist. Meine Hochachtung hat sie.“

Gesine Crukowski

Gesine Crukowski
© dpa

 

Gesine Cukrowski für Esther Ridder

Esther Ridder ist für mich ein großes Vorbild, weil sie nach ihrer Begegnung mit dem Leid in Sambia so emotional und entschlossen reagiert hat. Es lässt niemanden kalt, wenn er sieht, unter welchen unwürdigen Zuständen so viele Menschen in Afrika leben müssen. Als ich für die Welthungerhilfe in Karamoja, Uganda, war, hat das auch mein Leben verändert und mich seitdem nicht mehr losgelassen. Aber ich kann nicht mehr als auf die Not aufmerksam machen und Projekte anschieben. Esther ist damals nach Hause gefahren und hat diese Emotion mitgenommen als Motivation, nicht aufzugeben, sondern Dinge konkret vor Ort zu verändern, sie hat ihr ganzes Leben darauf eingestellt. An ihrem Beispiel sieht man, dass so was geht. Ihre Überzeugung, Durchhaltekraft und Leidenschaft sind ansteckend und wirklich auszeichnungswert. So ein Einsatz spricht sich rum, ist so glaubwürdig, dass man ihre Sache unterstützen will. So weit wie Esther geht, würden wir wohl alle nicht gehen – aber wenigstens können wir ihr finanziell dabei helfen, dass sie ihren Traum leben und weiter für Afrikas Kinder da sein kann.“