GOLDENE BILD der FRAU Figurine

Starke Frauen für ein starkes Land – und zum ersten Mal bekommt auch ein Mann die GOLDENE BILD der FRAU

Gänsehaut, Glückstränen und geballte Frauenpower: Bei der 12. Verleihung der GOLDENEN BILD der FRAU standen sechs Alltagsheldinnen und ihre wichtigen sozialen Projekte im Mittelpunkt. Außerdem gab es in diesem Jahr ein ganz besonderes Highlight: Der Sonderpreis der GOLDENEN BILD der FRAU ging zum ersten Mal an einen Mann!

Mehr als 550 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Show kamen ins Hamburger Stage Operettenhaus – um sich vor der Leistung und vor dem Engagement der Preisträgerinnen zu verneigen. Auch für den Moderator, TV-Star Kai Pflaume, ist die Gala seit 12 Jahren eine Herzensangelegenheit: „Dieser Abend ist für mich immer wieder bewegend, berührend, besonders. Weil die Frauen, um die es hier geht, so besonders sind.“

66 Preisträgerinnen hat das Team der GOLDENEN BILD der FRAU inzwischen schon ausgezeichnet; 66 Projekte, die einen Unterschied machen: „Da ist ein großartiges Netzwerk von starken Frauen entstanden“, sagte BILD der FRAU-Chefredakteurin Sandra Immoor. „Ich glaube, gerade heute, wo man die Nachrichten oft kaum noch einschalten mag, ist ihre Botschaft unverzichtbar: Aufeinander achten und füreinander einstehen! Diese Haltung feiern wir hier heute Abend auch.“

Johannes Oerding rockte die Bühne

Die Gala hatte gerade erst begonnen, da wurde schon die Bühne gerockt. Und zwar von Sänger Johannes Oerding. Für die Preisträgerinnen Nicole John (27) und Nadja Benndorf (33) sang er zutiefst berührend das Lied „Engel“. Denn genau das sind die beiden Freundinnen für viele schwerkranke Kinder. Ihr Magdeburger Verein „Kinderklinikkonzerte e.V.“ bringt Popstars an die Betten der kleinsten Patienten, schenkt ihnen sorglose Momente, hilft so beim Gesundwerden. Bei der GOLDENEN BILD der FRAU wurden sie nun selbst mit Musik glücklich gemacht – und nicht nur das: Johannes Oerding versprach auch, beim nächsten Kinderklinikkonzert dabei zu sein.

Über prominente Unterstützung durfte sich auch Preisträgerin Diana Doko (46) freuen. Bei ihrem Verein „Freunde fürs Leben“ finden Depressive und deren Angehörige Hilfe. Die Berlinerin klärt auf, will das Thema aus der Tabu-Zone holen, denn: Alle 53 Minuten nimmt sich in Deutschland ein Mensch das Leben! Auch ihr Bruder Enis litt jahrelang an Depressionen, tötete sich mit nur 21 Jahren selbst. Geehrt wurde Diana Doko auf der Bühne von Teresa Enke, ebenfalls eine Hinterbliebene: „In drei Tagen ist der 9. Todestag meines Mannes Robert. Neun lange Jahre. Was hat sich in dieser Zeit wirklich getan? Wie offen ist die Gesellschaft für die Krankheit Depression geworden? Ich finde, es hat sich viel getan. Aber ich finde auch: Es kann noch viel mehr getan werden“, sagte die Witwe des früheren Nationaltorhüters Robert Enke. Beide Frauen wünschen sich, dass offener über Depressionen gesprochen wird – und bekamen dabei Unterstützung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: Er will künftig mit Diana Dokos Verein zusammenarbeiten.

Den längsten Anreiseweg zur Gala in Hamburg hatte Preisträgerin Tanja Hock (40). Die Hebamme lebt seit 12 Jahren auf der bitterarmen Insel Madagaskar vor Afrikas Ostküste. Dort ist die Hebamme aus Aschaffenburg mit dem „Hebammenmobil“ unterwegs, rettet schwangere und obdachlose Frauen, versorgt deren Babys. Und gerade ist ihr Verein, die „Mobile Hilfe Madagaskar“ sogar dabei, ein eigenes Krankenhaus zu bauen. Für diese starke Frau unterbrach „Let’s Dance“-Star Motsi Mabuse sogar ihre Babypause: „Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, weil Sie uneigennützig helfen und ein riesengroßes Vorbild sind“, schwärmte sie in ihrer Laudatio. Die GOLDENE BILD der FRAU-Trophäe selbst bekam Tanja Hock von ihren beiden madegassischen Adoptivkindern Fifaliana (9) und Fanilo (12) überreicht.

Bonnie Tyler sang ihren Megahit

Auch Preisträgerin Lydia Staltner (58) kennt Armut – allerdings eine Armut mitten in Deutschland. Etwa 3,4 Millionen Rentnerinnen und Rentnern fehlt nach einem Leben voller Arbeit oft das Geld fürs Nötigste. Für eine neue Brille zum Beispiel, feste Schuhe oder ein Stück Kuchen im Café. Mit ihrem Verein „Lichtblick Seniorenhilfe“ hilft Lydia Staltner diesen Menschen zehntausendfach im Jahr, schnell und unbürokratisch. Das macht die Münchnerin zu einer Heldin des Alltags – findet auch Welt-Rockstar Bonnie Tyler, die der Preisträgerin ihren Megahit „Holding out for a hero“ widmete. Standing Ovations aus dem Publikum für Bonnie und Lydia Staltner!

Oft hat das Engagement der Preisträgerinnen einen sehr persönlichen Hintergrund: Auch Sandra Mertzokat (45) hat es geschafft aus Kummer Kraft zu machen. Bei einem Unfall in den Ferien verletzte sich ihre achtjährige Tochter Emma lebensgefährlich, musste künstlich beatmet werden, saß danach im Rollstuhl – bis sie mit nur 14 Jahren an den Folgen ihrer Verletzungen starb. Die Düsseldorfer ELFMETERstiftung gründete Emma noch mit ihrer Mutter gemeinsam. Und bis heute unterstützt Sandra Mertzokat andere Familien mit gelähmten Kindern, hilft ganz konkret im Alltag, erfüllt kleine und große Wünsche. Eiskunstlauf-Legende und Laudatorin Katarina Witt war tief bewegt von diesem Engagement. Tränen flossen bei Sandra, als ihr Sohn Nico (22), der seit vier Jahren in den USA studiert, sie mit seinem Besuch überraschte. Was für ein bewegender Moment.

Die größte Überraschung des Abends – und wohl seines Lebens – hatte aber Herbert Pinnecke aus Hannover. Nichtsahnend saß der 72-Jährige im Publikum, als ihn Kai Pflaume plötzlich auf die Bühne holte – zu seiner GOLDENEN BILD der FRAU. Als erster Mann überhaupt erhielt er die Auszeichnung, für seinen besonderen Einsatz für brustkrebskranke Frauen. 15 Frauen, die mit der Diagnose leben, hat der erfahrene Wassersportler zu einem Drachenboot-Team zusammengeschweißt – denn das Paddeln ist nicht nur ein Riesenspaß, es wirkt auch wie eine Reha, stoppt die Nebenwirkungen von Chemotherapie und Bestrahlungen, das beweisen Studien aus USA und Kanada. Mit Herbert Pinnecke als Steuermann paddeln die Frauen jetzt der Krankheit davon, sind als „Pink Dragonistas“ sogar mehrfach Deutsche Meister geworden. Und alle waren sie nach Hamburg gekommen, um „ihrem Herbert“ zu danken – inklusive Drachenboot!

Tanja Hock gewann den Leserpreis

Danach wurde es für alle Preisträgerinnen noch mal richtig spannend: Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Franziska Giffey, verlieh den mit zusätzlich 30.000 Euro dotierten Leserpreis der GOLDENEN BILD der FRAU. „An Abenden wie heute werden endlich mal Ehrenamtliche ins Licht gerückt“, ehrte sie die Preisträgerinnen. „Wo kommt Glück und Zuversicht her? Davon, dass Menschen nicht nur haben, sondern auch geben, so wie Sie.“ Ein halbes Jahr hatten die über 5 Millionen Leserinnen und Leser von BILD der FRAU abgestimmt – am Ende machte Tanja Hock mit ihrer „Mobilen Hilfe Madagaskar“ das Rennen. Mit Tränen in den Augen nahm sie den Scheck entgegen: „Damit wollen wir weitermachen, um ds Gesicht der Welt ein wenig zu verändern.“

Das Engagement der starken Frauen war auch bei anschließenden Aftershow-Party das alles bestimmende Thema.

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